Den Grundstein legen

Frühkindliche Förderung

foerderung_Nordwesten - Kinder arbeiten am Computer
Kinder arbeiten am Computer

Spielerisch an Bildung herangeführt werden Kinder jeden Alters im Nordwesten auf vielfältige Art und Weise: Die Kinder-Universität Oldenburg wurde 2014 zehn Jahre alt. 69 Vorlesungen und 63.000 junge Besucher in dieser Zeit sprechen für sich. Die wissbegierigen Nachwuchsforscher erfahren in den Vorlesungen spannende Fakten zu Bereichen wie Geschichte, Körper oder dem Weltall und werden in den Bann der Wissenschaft gezogen.

Um den Kindern im Prozess des Aufwachsens und Lernens einen angenehmen Rahmen bieten zu können, organisiert das Niedersächsische Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung regelmäßig Tagungen und Vorträge. Pädagogen werden hier für den Umgang mit Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter sensibilisiert und beschäftigen sich mit Themen wie dem bewussten Umgang mit Sprache oder Lernmotivationen von Kindern. Der Blick über den Tellerrand wird bereits im jungen Alter ermöglicht und gefördert: An 19 Grundschulen in Niedersachsen können Schüler am Unterricht in der niederländischen Sprache teilnehmen und sich auf vielfältige Art und Weise dem Nachbarland nähern.

Lebenslanges Lernen

jung_und_alt_Nordwesten - junger Mann zeigt dem älteren Mann etwas
junger Mann zeigt dem älteren Mann etwas

Menschen bleiben anhaltend in hohem Maße lernfähig. Erwachsene können im Laufe ihres Lebens sogar immer besser lernen: Sie sammeln Erfahrungen im Beruf, präzisieren ihre Lerntechniken und können Lernabläufe besser organisieren. Um diesen Prozess zu fördern, gibt es in Oldenburg dafür ein eigenes Zentrum: Das Center für lebenslanges Lernen (C3L) ist bundesweit Vorreiter, wenn es um die Entwicklung von innovativen und alternativen Lernformen geht. Zahlreiche zertifizierte Programme ermöglichen Weiterbildung auf universitärem Niveau. Dabei richtet sich das Center nicht nur an Führungskräfte mit dem Willen zur Fortbildung, sondern an alle Bildungsinteressierten, die ein Faible für die Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Themen haben.

Die Erwachsenen- und Weiterbildung des Landes Niedersachsen trägt ebenfalls einen wesentlichen Teil dazu bei, die vielfältigen Bildungsangebote im Nordwesten für Menschen jeden Alters zu bewahren. Mit einem Etat von über 50 Millionen Euro werden unter anderem die zahlreichen Volkshochschulen unterstützt.

Bücher, das offene Tor zur Welt

Lernen_jung_und_alt - junge Frau ließt ein Buch
junge Frau ließt ein Buch

Lesen bildet nicht nur, es ermöglicht ein Eintauchen in andere Welten, ohne dabei seinen Sessel im Nordwesten verlassen zu müssen.

Dass vor allem der jungen Generation die Freude am Lesen nahe gebracht wird, dafür sorgen zahlreiche Projekte und Institutionen in der Nordwest-Region. Seit nunmehr 40 Jahren zieht es Kinder und Jugendliche ebenso wie Lehrer und Eltern jedes Jahr im Spätherbst nach Oldenburg auf die größte nicht-kommerzielle Kinder- und Jugendbuchmesse Deutschlands: die KiBuM. Organisiert wird die Veranstaltung von der Stadt Oldenburg und der Carl von Ossietzky Universität. 2.500 Neuerscheinungen aus allen deutschsprachigen Ländern begeistern nicht nur Kinder für Literatur in all ihren Formen und Facetten. Sechs Stadtteilbibliotheken stillen den Rest des Jahres jeglichen Lesedurst.

Wer nicht in der Nähe Oldenburgs wohnt, muss auf Lese-Erlebnisse nicht verzichten: Der Bücherbus des Landkreises Cuxhaven fährt beispielsweise regelmäßig 120 Haltestellen im gesamten Landkreis an. Zusammen mit der Bibliothek Otterndorf verfügt er über 50.000 Medien, die auf Wunsch bestellt werden können, wenn im Bus selbst nicht das Richtige dabei war.

Toleranz und Weltoffenheit

Nordwesten_Lernen - Frau hilft einem Kind beim Lernen
Frau hilft einem Kind beim Lernen

Im gesellschaftlichen Miteinander wird im Nordwesten an jeden gedacht und das scheinbar Unmögliche realisiert: Der Norddeutsche Rundfunk stellte sich selbst die Herausforderung, gehörlose Kinder an Radiosendungen teilhaben zu lassen – übersetzte seine Kindernachrichtensendung „Was diese Woche wichtig war" in Gebärdensprache und sendet diese online, ein deutschlandweit einmaliges Projekt.

Auch der Landkreis Friesland hat sich das Thema Inklusion auf die Fahnen geschrieben. Rad- und Wanderwege werden hier mit „Kunst- und Mitmachstationen" für Menschen mit und ohne Behinderungen ausgebaut. Im Schlossmuseum Jever gibt es einen speziellen Museumskoffer für Menschen mit geistigen und anderen Behinderungen.

Gelebte und zelebrierte Weltoffenheit erlebt Oldenburg jährlich beim Christopher Street Day: Bis zu 10.000 Menschen ziehen durch die Straßen und feiern ein Fest der Kultur und Toleranz. Was bei seiner ersten Veranstaltung vor 20 Jahren noch kritisch beäugt wurde, ist heute eine Veranstaltung im offiziellen Stadtkalender und eine Bereicherung des Stadtbildes.