Es gibt vieles zu entdecken

Mehr Fahrräder als Einwohner

Entspannen_Aktiv - ein junges Paar am Radfahren
ein junges Paar am Radfahren

Radfahren ist im Nordwesten viel mehr als eine Fortbewegungsart – es ist hier eine Haltung. Das beweist allein schon die Vielzahl der Hollandräder, die eine aufrechte Sitzposition erfordern. In den größeren Städten – vor allem in denen mit einem hohen Studierenden-Anteil – ist die Verfügbarkeit über ein Fahrrad stark ausgeprägt. So ist es nicht verwunderlich, dass es in der Stadt Oldenburg tatsächlich mehr Fahrräder als Einwohner gibt. Egal ob jung oder alt, ob ins Büro, in die Schule oder zum Markt: Fast alle treten hier in die Pedale. Die Topographie im Nordwesten ist zudem ideal für Fahrradtouren geeignet. Auf dem „platten“ Land gibt es keine nennenswerten Hindernisse, nur der Wind kommt immer von vorn.

Ausgewiesene Radtouren können das erhebliche Potenzial aktivieren, das im Radtourismus liegt, um der wachsenden – auch wirtschaftlichen – Bedeutung gerecht zu werden. Bestens ausgebaut sind hier die Ammerlandroute, der Friesische Heerweg, der Hunteweg, die Deutsche Fehnroute oder der Weser-Radweg.

Nachbarn und Freunde

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Nur 130 Kilometer von Oldenburg entfernt liegt die jüngste Stadt der Niederlande, deren Zentrum 2005 den Titel „beste Innenstadt der Niederlande“ erhalten hat: Groningen. Nicht nur zum traditionellen „Bloemetjesmarkt“ (Blumenjahrmarkt) lohnt sich also ein Besuch der Studentenstadt; zahlreiche verkaufsoffene Sonntage, die vielen Kulturangebote, mit der Museumsinsel an erster Stelle, und kulinarische Besonderheiten wie ein Besuch des „Pannekoekschips“ laden zu mehr als nur einem Tagestrip ein.

Ob mit Bus oder Bahn – der Schritt in eine neue Kultur ist aus dem Nordwesten schnell getan. Die kleinen Gassen der zweitgrößten Stadt der nördlichen Niederlande bieten eine gelungene Abwechslung zur norddeutschen Weitläufigkeit. Erkunden kann man sie – typisch Niederländisch – am besten mit dem Fahrrad, gibt es in den Niederlanden doch doppelt so viele Räder wie Autos. Aber auch die zahlreichen Wasserwege in Groningen bieten ideale Möglichkeiten, die Stadt und ihre Umgebung zu entdecken. Und eine neue, noch schnellere Bahnverbindung in den Nordwesten befindet sich bereits in Planung.

Aktiv auf und im Wasser

Entspannen_Aktiv - junger Surfer auf dem Wasser
junger Surfer auf dem Wasser

Bei Wasser denkt man im Hinblick auf den Nordwesten sicher zuerst an die Nordsee – genauso schön sind aber auch die Flüsse, die zu ihr führen. Der bekannteste ist die Weser, die mit zahlreichen Schlössern und Burgen an ihrem Verlauf zu ausgedehnten Wandertouren einlädt. Doch auch der Fluss, der dem Emsland seinen Namen gibt, begeistert durch seine umliegende Landschaft: Die Ems entspringt in Senne und mündet bei Emden in die Nordsee.

Auch die stehenden Gewässer überzeugen im Nordwesten: Eingerahmt von den Dammer Bergen und dem Steinweder Berg liegt der Dümmer, Niedersachsens zweitgrößter Binnensee. Er bildet das Zentrum des Naturparks Dümmer und fügt sich ein in eine einzigartige Niedermoor- und Heidelandschaft. Das gut ausgebaute Netz von Radwanderwegen bietet Freizeitmöglichkeiten für Jung und Alt. Etwas kleiner, doch genauso schön, ist das Zwischenahner Meer im Ammerland, das jedem Wassersportler das Herz aufgehen lässt: Von Surfen bis Segeln ist hier alles möglich.