Die Kernbranchen der Region

Maritime Wirtschaft und Logistik

Der JadeWeserPort in Wilhelmshaven
Der JadeWeserPort in Wilhelmshaven

Wer an den Nordwesten denkt, hat auch Meer, Wind und Schiffe im Kopf. Logistik und maritime Wirtschaft sind in der Küstenregion untrennbar verbunden. Für die Sicherung von Wachstum und Beschäftigung kommt diesen Branchen eine Schlüsselrolle zu.

Energiewende, Klima- und Umweltschutz, Rohstoffversorgung – auch bei den zentralen Zukunftsthemen liefert der Nordwesten wichtige Impulse. Hier sind die Unternehmen und Zulieferer in den Bereichen Seeschifffahrt, Häfen, Schiffbau, Meerestechnik, Offshore-Windenergie sowie maritime Forschung und Entwicklung hervorragend vernetzt.

Die Zahlen sprechen für sich: Die maritime Wirtschaft ist in Deutschland mit mehr als 380.000 Beschäftigten und einem jährlichen Umsatzvolumen von rund 50 Milliarden Euro einer der wichtigsten Player. Mit seinen über 80.000 Mitarbeitern in dieser Branche trägt auch der Nordwesten erheblich zu diesem Erfolg bei. Mit ihren Hochseehäfen in Bremerhaven und Wilhelmshaven sowie den regionalen Häfen in Nordenham, Brake, Elsfleth und Oldenburg sowie den Verteilungszentren an der A1 ist die Region Drehscheibe und Umschlagplatz für Waren aller Art.

Ernährung und Agrar

Ernaehrung_Gesundheit - Junge Frau kauft auf dem Wochenmarkt Gemüse
Junge Frau kauft auf dem Wochenmarkt Gemüse

Schon der Blick auf die Zahlen beeindruckt: Ernährungs- und Agrarwirtschaft zählen im Nordwesten zu den erfolgreichsten Branchen. Im Oldenburger Münsterland ist sie sogar der weitaus stärkste Wirtschaftszweig. Seit 1994 sind das Bruttosozialprodukt und die Dienstleistungswertschöpfung in dieser die Landkreise Cloppenburg und Vechta umfassenden Region um jeweils mehr als 60 Prozent gestiegen. Der Industrieumsatz wuchs seit 1997 um 48 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro, der Exportumsatz um 137 Prozent.

Viele der in der Region ansässigen Unternehmen gehören zu den Marktführern nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa und auf dem Weltmarkt. Über 156.000 Menschen sind im weiteren Nordwesten in der Land- und Fischereiwirtschaft sowie der Nahrungs- und Genussmittelproduktion beschäftigt. Hinzu kommen der starke Bereich Agrartechnik, Maschinen- und Anlagenbau mit den weltbekannten Herstellern Amazone, Big Dutchman und Krone.

Ein wesentlicher Grund für den Erfolg liegt zudem im Engagement mehrerer wissenschaftlicher Einrichtungen wie dem Deutschen Institut für Lebensmitteltechnik (DIL) in Quakenbrück, LUFA Nord-West in Oldenburg sowie NieKE, dem niedersächsischen Kompetenzzentrum Ernährungswirtschaft mit Sitz in Vechta.

Weitere Informationen zur Ernährungswirtschaft im Oldenburger Münsterland:
http://www.om23.de

Automobilwirtschaft

Automobilwirtschaft_VW - Kfz-Mechaniker im VW-Werk Emden
Kfz-Mechaniker im VW-Werk Emden
Automobilwirtschaft_VW - Kfz-Mechatronikerin im VW-Werk Emden
Kfz-Mechatronikerin im VW-Werk Emden

In der geografischen Nähe zu den großen Produktionsstätten von VW in Emden und Daimler in Bremen hat sich im Nordwesten ein starker Wirtschaftszweig gebildet. Laut einer Projektstudie der Jade Hochschule in Zusammenarbeit mit dem Cluster Automotive Nordwest sind im Nordwesten insgesamt 200 Betriebe mit insgesamt ca. 85.000 Beschäftigten tätig. Neben den großen Herstellern handelt es sich hauptsächlich um kleine und mittelständische Unternehmen: Der Gesamtumsatz lag 2012 bei 20,76 Milliarden Euro, was bundesweit einem Anteil von sechs Prozent entspricht.

Zu den bekanntesten Zulieferern und Fahrzeugausrüstern gehören zum Beispiel die Firmen Vierol in Oldenburg, AMF Bruns in Apen und Graepel in Löningen. Zudem wird im Nordwesten in Betrieben, an Hochschulen und Universitäten an alternativen Antriebsformen aus regenerativen Quellen geforscht und gearbeitet. So wurde der Raum Bremen-Oldenburg bereits 2009 von der Bundesregierung im Rahmen des nationalen Entwicklungsplans Elektromobilität als Modellregion ausgewählt.

Gesundheitswirtschaft

Was ist die Gesundheitswirtschaft? Im Kernbereich ist das die ambulante und stationäre medizinische Versorgung. Im Weiteren gehören beispielsweise auch das Kur- und Bäderwesen, medizintechnische Unternehmen und Qualifizierungsanbieter dazu. Aber auch der Wellness- und Tourismussektor gehören dazu. Nach Angaben der Metropolregion Bremen-Oldenburg arbeiten rund 153.000 Beschäftigte im Nordwesten in Unternehmen der Gesundheitswirtschaft.

Die Gesundheitswirtschaft im Nordwesten ist eine Branche mit hohem Entwicklungspotential und enormer regionalwirtschaftlicher Bedeutung.

Die Entwicklungspotentiale der Branche werden angetrieben durch den demografischen Wandel, durch den medizinisch-technischen Fortschritt und durch neue Lebensstile und Bedürfnisse der Menschen.

Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels und eines höheren Durchschnittsalters der Belegschaften sind die Unternehmen beispielsweise auf eine inhaltlich qualifizierte Weiterentwicklung der betrieblichen Gesundheitsförderung angewiesen.